Gemeinsam Zukunft gestalten

Die lokale Partnerschaft für Demokratie im Unstrut-Hainich Kreis


Was ist eine lokale Partnerschaft für Demokratie?

Die Partnerschaft für Demokratie ist ein lokales Bündnis bestehend aus Verantwortlichen der kommunalen Politik, der Verwaltung und Aktiven aus der Zivilgesellschaft  wie z.B. Vereine, Verbände, Religionsgemeinschaften, bürgerschaftlich Engagierte o.ä.. Das Bündnis kann als Fortsetzung und Weiterentwicklung des lokalen Aktionsplans von früheren Bundesprogrammen angesehen werden. Seit 2015 bis 2019 wird der Unstrut Hainich Kreis als eine von ca. 260 weiteren Partnerschaften für Demokratie im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie hier in Thüringen zusätzlich durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gefördert. Der fachliche und persönliche Austausch der Partnerschaften untereinander wird durch sogenannte Landes- Demokratiezentren unterstützt.

Was ist das Ziel der lokalen Partnerschaft?

Die lokale Partnerschaft für Demokratie im Unstrut Hainich Kreis hat das Ziel, die Region nachhaltig als Ort der Vielfalt und der friedlichen Toleranz zu erleben. Menschen sollen sensibilisiert und ermutigt werden, sich in zivilgesellschaftliche und demokratiestärkende Prozesse einzubringen, um den vielfältigen Formen extremistischer Aktivitäten entgegenzutreten. Ebenfalls soll die Zusammenarbeit aller regionalen Akteure bei Ihren Angeboten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit unterstützt werden.

Wie arbeitet eine lokale „Partnerschaft für Demokratie“?

Die lokale Partnerschaft ist partizipativ und gemeinwesenorientiert aufgebaut und setzt sich aus dem federführenden Amt, einer Koordinierungs- und Fachstelle, einem Begleitausschuss sowie einem Jugendforum zusammen.

Das Landratsamt des Unstrut Hainich Kreises verwaltet als federführendes Amt die Gelder aus dem Aktions- und Initiativfonds des Bundesministeriums für die Umsetzung von Einzelmaßnahmen und verantwortet die rechtlichen Aspekte der Umsetzung innerhalb  der lokalen Partnerschaft.

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen dient eine Koordinierungs- und Fachstelle, die bei einem freien Träger; dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft, angesiedelt ist. Sie ist für die Steuerung der Umsetzung aller Aktivitäten innerhalb der lokalen Partnerschaft zuständig, fungiert als Ansprechpartner für Projektträger oder Bürger und trägt zur Bekanntmachung der vor Ort geleisteten Maßnahmen  bei. Mindestens einmal jährlich findet eine Demokratiekonferenz statt um den aktuellen Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit zu thematisieren. Für diese Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit  werden den Kommunen gesonderte Mittel zur Verfügung gestellt.

Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet ein Begleitausschuss, der neben Vertreterinnen und Vertretern aus möglichst allen relevanten Bereichen der kommunalen Verwaltung und anderer staatlicher Institutionen mehrheitlich mit lokalen bzw. regionalen Handlungsträgern aus der Zivilgesellschaft besetzt ist. Der Begleitausschuss umfasst aktuell insgesamt 16 Mitglieder, die unterschiedliche Kompetenzen und Sichtweisen einbringen. Dadurch werden die Anbindung des Gremiums an das Gemeinwesen, sowie Bedarfsorientierung und Flexibilität gewährleistet. Der Begleitausschuss berät mindestens vier Mal im Jahr.

Ein wesentlicher Bestandteil der "Partnerschaft für Demokratie" stellt die Entstehung eines Jugendforums dar. Dieses soll zur Stärkung der Beteiligung junger Menschen beitragen und ihnen ein Gefühl von Selbstwirksamkeit ermöglichen. Durch die eigenverantwortliche Auseinandersetzung mit den Zielen der Partnerschaft und der Entscheidung geeigneter Maßnahmen  unterliegen Sie einer Selbstorganisation der Jugendlichen. Zur Umsetzung eigener Maßnahmen werden gesondert Fördermittel bereitgestellt. Deren Verwaltung sowie die fachliche Begleitung erfolgen durch die Koordinierungs- und Fachstelle.

Wer kann Fördermittel beantragen?

Antragsberechtigt sind ausschließlich nichtstaatliche Organisationen, wie beispielsweise eingetragene Vereine und Verbände, staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften, soziale Initiativen, gemeinnützige juristische Personen usw.